Ein Steuerungssystem für Gasmotoren
und die kompletten BHKW-Anlagen in Serie

Ein renommierter Anlagenbauer, der für seine Kunden weltweit komplette BHKW-Anlagen errichtet, benötigte, im Zuge neuer internationaler Auflagen für die Einführung regenerativer Energiequellen und der damit verbundenen technischen Anforderungen, ein neues Motorsteuerungssystem.

Die Herausforderung

  • Ansteuerung einer breiten Motorenpalette zwischen 75 kW und 750 kW unterschiedlicher Hersteller (DEUTZ, MAN etc.) mit demselben Steuerungssystem.
  • Ansteuerung und Regelung des kompletten BHKW-Umfangs
  • Ausrichtung des Systems auf unterschiedliche Gasarten: Erdgas, Biogas, Holzgas
  • Erfüllung der Netzanschlussbedingungen nach VDE-AR-N 4110 und 4105
  • Reduktion der Gesamtkosten, inkl. Folgekosten für Wartung und Service
  • Anpassung unseres openECS Steuerungssystem auf die kundenindividuellen Wünsche innerhalb von vier Monaten

Den Kundenwunsch mit nur einer Steuerung alle Motoren und Anlagen, egal welchen Herstellers und welcher Leistungsklasse, aus seiner Angebotspalette sowie den gesamten BHKW-Umfang zu steuern, konnten wir mit unserem System E²CON-CHP lösen.

Dies vereinfacht zukünftige Inbetriebnahme und den späteren Service sowie die Wartung der Anlagen enorm. Und auch die Ausrichtung des Systems auf die unterschiedlichsten Gasarten, wie Erdgas, Biogas oder Holzgas konnten wir zuverlässig für ihn realisieren.

Unsere Lösung

Auf Basis von openECS, unserem hochflexiblen Systembaukasten wurde, für den Kunden eine Lösung implementiert, auf der er nach Wunsch selbst die Anbindung von neuen Komponenten weiterentwickeln kann.

In unsere Lösung E²CON-CHP können eine Vielzahl von Sensoren und Sensortypen eingebunden werden, wobei wir auf eine kundeninterne Standardisierung geachtet haben. Gängige Sensoren für Druck und Temperaturen gehören zum Standardumfang, Skalierungen können individuell festgelegt werden.

Die EAs sind logisch in zwei Schränke, einen motornahen und einem nahe dem Leistungsschalter, aufgeteilt. Damit werden kurze Sensorleitungslängen ermöglicht, die die Systemzuverlässigkeit und Genauigkeit erhöhen.

Das System ist zudem in der Lage, sowohl netzparallel als auch im Inselbetrieb zu fahren. Es ist also unabhängig von der Netzeinspeisung. Die Motoren können somit auch bei einem Netzausfall gestartet werden. Enthalten sind dazu eine Synchronisierungseinheit sowie Netz- und Generatorschutzfunktionen.

Ein weiterer Vorteil: Die Steuerung konnte bereits nach VDE-AR-N 4110, der deutschen Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Regelung aller Spannungsebenen, zertifiziert werden. Das System verwendet dazu beispielweise keine fehleranfällige UPS (uninterrupted power supply), sondern überbrückt kritische Spannungszustände über zuverlässige 24 V Batterien.

Im E²CON-CHP des Kunden kommen zum Einsatz:

  • E²CORE-control: der hochdynamische Mehrgrößenregler, zur gleichzeitigen Regelung von Drehzahl, Leistung und Gemisch.
  • E²KNOCKCON-c: zur zuverlässigen zylinderindividuellen Klopf- und Zündaussetzer-Erkennung
  • E²PILOT: das Bedienterminal mit 15” kapazitivem Touchscreen, zugeschnitten auf den Anlagenbediener.
  • E²SERVICE: unser Service-Visualisierungstool zur optimalen Parametrierung und Systemdiagnose mit interaktivem Betriebstagebuch und konfigurierbaren Trends
  • AVAT VIRTUAL SERVICES: für den Fernzugriff, Flottenmanagement und vorausschauenden Wartung
  • NOx-Regelung: nach 44. BImSchV
  • Einheitenzertifikat: nach VDE-AR-N 4110
  • Schnittstellen: zur Anbindung an Direktvermarkter oder Netzbetreiber

Der Kundennutzen

Unser Kunde kann zukünftig seinen anspruchsvollen Kunden, auf Basis der AVAT E²CON-CHP, eine Motor- und BHKW-Steuerung auf höchstem Niveau bieten, die jederzeit an neue Marktanforderungen anpassbar ist und so die nächste Jahre den rasanten Marktentwicklungen der Energiebranche bestens gerüstet ist.

Mit E²CON-CHP, unserer Steuerung für Motoren und ganze BHKW-Anlagen sowie unserem umfangreichen Know-how, konnten wir die hochgesteckten Kundenanforderungen in kurzer Zeit erfüllen und zur Serienfertigung führen.

Der Prototyp wurde termingerecht 4 Monate nach Auftragserteilung in Betrieb genommen, sodass die Zertifizierung zur Erfüllung der Netzanschlussbedingungen nach VDE-AR-N 4110 und 4105 fristgerecht erfolgen konnte.

Die Erfolgsfaktoren im Überblick

  • straffer Zeitplan von ersten konkreten Abstimmungen bis zu Prüflauf eines Prototypsystems
  • kompetente Anforderungsanalyse und Beratung
  • enge Abstimmungen des Engineerings während der gesamten Projektlaufzeit
  • direkte Vor-Ort-Unterstützung durch unsere Ingenieure und Techniker
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